Das Filmmedium ist ein glorreiches Stück moderner Technik, ein Querschnitt des Zeitgeistes und ein Träger von Freud und Leid. Wie viele Stunden, habe ich schon auf dem Sofa oder Bett rumgelungert, um mich in eine neue Welt eintauchen zu lassen. Eine Welt, die mich ablenkt von meinen Alltagsproblemen, eine Welt die mir neue Ideen und Hoffnung schenkt, eine Welt in der die Gesetze des Universums nicht existieren. Ich empfinde dabei Spaß, weil ich neue Sichtweisen entdecke, Freude, wenn das Gute siegt und Leid wenn, Disney dabei ist „Star Wars“ zu zerstören.

Kein Medium reißt uns so sehr mit wie ein Film

Ich habe immer gelacht, wenn ich gehört habe, dass Lieder eine „Message“ brauchen, Musik ist eine Kunstform und benötigt kein höheres Ziel, es dient lediglich dem Entertainment des Zuhörers und des Auslebens der künstlerischen Freiheit. Bei Filmen und allen anderen Kunstformen gilt das gleiche Prinzip. Keiner lacht bei „Scary Movie“, weil der Film eine wichtige Aussage hat, sondern weil er Witze beinhaltet. Solange der Film auch keine Message verfolgt, misst man ihn am Unterhaltungswert. Wenn ein Film jedoch eine Agenda verfolgt, dann misst man das Medium auch nach ethischen Maßstäben.

Ist an sich ja auch kein Problem. Wir Menschen erkennen einen Appell meist und bewerten diesen, je nach Geschmack, ethischem Rahmen und persönlicher Willkür. Früher war das leicht, in einen Film über James Bond hat man den Bösewicht schnell erkannt, nämlich durch seine schlechten Taten und war am Ende heilfroh, wenn Agent 007 siegreich ist und der Übeltäter fällt. Alles Inhalt des Filmes und ethisch korrekt.

Es reicht nicht mehr aus, dass das Gute siegt, die „richtigen“ müssen siegen …

Während Filme wie „Ghostbusters“ und „Spiderman“ ihren Fokus früher klar auf Unterhaltung lagen, sind sie heute zu Meinungsträgern feministischer Werte verfallen. Entertainment weicht der Erziehung.

Die Neuverfilmung des „Ghostbusters“-Films, in komplett weiblicher Besetzung, ist schrecklich schief gelaufen. Abgesehen davon, dass der Film einen legendären Klassiker im Namen trägt, scheint er keine nennenswerten Qualitäten zu bieten. Die Agenda war klar ersichtlich und schreit nur so nach Feminismus. Ganz offen wurde hier eine Message überbracht, nämlich, dass Frauen genauso stark und witzig sind, wie Männer. Es wird suggeriert, dass Frauen und Männer gleich sind, was abgesehen von schlechten Witzen und durchschnittlicher Schauspielleistung, das Gesamtprodukt des Films darstellt. Das schlägt sich in herben Kritiken nieder.

Ähnlich geht es dem Film „Oceans 8“, der eine weibliche Neuauflage des Gangster-Klassikers „Oceans Eleven“ ist. Auch hier überzeugt der Unterhaltungsfaktor kaum, die Message ist die gleiche. Auch hier wieder Kritik.

Warum Schaden diese Filme mehr, als sie nützen?

Das Bild der Gleichberechtigung wird hier verdreht, mit dem Bild der Gleichheit. Männer und Frauen sind nicht gleich, sie haben eine andere Anatomie, sie verfolgen andere Ziele und Wertevorstellungen. Das ist von der Natur so gegeben und gewollt. Wir sind Pole die sich anziehen, obwohl wir so verschieden sind, weil die Geschlechter weitaus mehr gemein haben, als uns unterscheidet. Eine gemeinsame ethische und soziale Grundlage existiert bereits und hat sich in der westlichen Welt etabliert. Die Frauen sind in allen Belangen vor dem Gesetz mindestens gleichberechtigt.

Die feministische Agenda dieser Filme symbolisiert dagegen, dass sich Frauen von Männern nicht unterscheiden und in allen Belangen gleich anzusehen sind, was schlicht und ergreifend nicht stimmen kann. Einigen Zuschauern fällt es schwer, die Immersion des Films so aufrecht zu erhalten.

Dementsprechend reagieren auch die Schauspielerinnen nur fragwürdig auf geäußerte Meinungen. Sie verfolgen die SJW-Politik und kritisieren die Kritiker dafür, dass sie weiß und männlich sind und damit den Film automatisch unfair bewerten. Selbstreflektion, Schamgefühl? Fehlanzeige.

Das reicht uns nicht

Dieser Wahn zieht nicht nur Sexismus auf den Plan, sondern auch Rassismus. Im Sinne der „Diversity“ werden frühere, von weißen gespielte Rollen, ganz selbstverständlich durch Minderheiten ersetzt. Im Film „Spiderman Homecoming“, der eine erneute Auflage des Original Spidermans sein soll, hat sich darum bemüht, so „diverse“ wie möglich zu sein. Flash Thompson ist jetzt nur noch Flash und wird von einem kleinen Asiaten (Tony Revolori) gespielt. Peter Parkers bester Freund, „Harry Osborn“ wird nun von „Ned“ ersetzt, einem übergewichtigen Asiaten, die Frau, in die er sich verliebt, ist nicht mehr die rothaarige Schönheit Mary Jane Watson, sondern „MJ“, eine junge Afroamerikanerin und seine Tante ist von einer großherzigen Witwe, die Kekse für die Nachbarskinder backt, zu einer sexualisierten MILF mutiert. Warum sich auch um Integrität einer Geschichte, dessen Namen man verwendet, kümmern, wenn man viel mehr damit beschäftigt sein kann, den Zuschauern seine politische Agenda in den Kopf zu prügeln.

Im gleichen Atemzug wird „Black Panther“ hochgelobt, dafür, dass der Cast ausschließlich aus afroamerikanischen  Schauspielern besteht. Weiße, heterosexuelle Männer sind offensichtlich nicht mehr erwünscht und genau das, ist auch das Ziel des „Dritte Welle Feminismus“. Sie kämpfen gegen das weiße, konservative Patriarchat, welches nicht existiert, im Namen der „Diversity and Acceptance“ und gehen dafür über Leichen.  Sie verbreiten Falschinformation und schüren Hass.

Das reicht uns immernoch nicht!

Selbst große AAA-Videospiele, wie Battlefield V glänzen mit „Social Justice Warrior“- Skandalen, die nichts anderes als peinlich sind. Die Spieler klagen, dass weibliche Charaktere bei einem Shooter des  Zweiten-Weltkriegs-Szenarios unrealistisch wären, da Frauen historisch selten bis gar nicht, an der Front beteiligt waren. Die Feministen dagegen beklagen, dass die Standart-Edition, die 20€ günstiger als die Deluxe-Edition ist, mit einer Soldatin auf dem Cover zu sehen ist, während die teure Variante einen Soldaten abbildet. Nirgends ist man vor Frauenhassern und Mikroaggressionen geschützt, wo ist nur der „safe-space“, wenn man grade einen braucht?

Geht da noch was?

Nicht einmal Kinder, bleiben von diesem Wahn befreit. „Die Schlümpfe 3 – das verlorene Dorf“ zeigt, wie die Protagonistin (Schlumpfine) das Patriarchat (Papaschlumpf) hinter sich lässt und mit ihren Soiboy-Gefährten auf einen Stamm „eingeborener Schlümpfe“ trifft, die zwar primitiv aber liebevoll sind(sug. afrikanische Kultur). Oder der Film „Bibi & Tina: Tohuwabohu total“, der sich stark voreingenommen mit der Flüchtlingsthematik beschäftigt und junge Mädchen dazu verlocken soll, auch Flüchtlinge als Sexualpartner in Betracht zu ziehen. Warum müssen Kinder solche  Themen über sich erdulden lassen, wenn sie geistig noch weit weg jedes Verstandes für Politik sind?

Die großen Award-Shows, wie die „Oskars“ oder „Grammy Awards“, werden mehr und mehr zu Veranstaltungen puren Fremdschämens, weitaus mehr als das schon vorher der Fall war. Auch der deutsche Echo, der jedes Jahr verliehen wird, wurde 2017 zum Austragungsort politischer Diskrepanzen und eine Lachnummer für alle Beteiligten.

Ok, es reicht.

Man muss wahrhaft kein Genie sein, um zu erkennen, was hier gespielt wird, man fühlt es mit jeder Minute des Films und selbst außerhalb der Leinwand. Die Autoren und Produzenten lassen kaum eine Möglichkeit aus, es uns nicht wissen zu lassen, was ihre Meinung ist und das du derselben Meinung zu sein hast oder du bist ein [beliebiges Schlagwort einfügen]. Dieses widerwärtige Aufzwingen von offensichtlich politischen Ideologien in Filmen und anderen Medien der Neuzeit ist eine Veränderung, die nur Schaden anrichtet. Filme sollten ein Zufluchtsort bleiben, für Kinder, wie Erwachsene, wo wir Frei von Meinungsmachern und Manipulationen in eine Welt eintauchen können, die uns begeistert und neue Kraft schenkt, die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen. Denn, wie schon Spiderman sagte: „Große Macht, bringt auch große Verantwortung mit sich.“

Lasst nicht zu, dass der neue Standard, an dem sich ein Film messen lassen muss, lautet: Wie viele Minderheiten und Feministinnnen kann man in 90 Minuten über die Leinwand anpreisen?

BM

Filme sind jetzt Erzieher
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